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Geschichte

Stargard Szczeciñski gehört zu den ältesten Städten in Westpommern. Die Anfänge ihrer Entstehung reichen auf das VIII. - IX. Jh. hin, wann sich ung. 1 km südlich vom heutigen Zentrum ein Ortsteil Osetno entwickelt hat. Seine Einwohner brachten viel zum Stadtbauen in der Schleife des Flusses Ina bei - in der Gegend der heutigen Weißkopf - Bastei. Die Stadt wurde mit Holz - Erdewall umringt, im Osten und im Norden wurde die Stadt zusätzlich durch den Fluss Ina geschützt. In den folgenden Jahrhunderten zwischen dem X. u. XII. Jh. südlich entstand am Fuße einer Burg angelegte Siedlung. Der Entwicklung der Stadt begünstigte eine gute Lage in der Kreuzung der Handelswege aus Sanok nach Wolin und aus Szczecin nach Ko³obrzeg (Kolberg). Eine beschleunigte Entwicklung des Stadtzentrums erfolgte nach der Verleihung der Stadt von Magdeburger Stadtrechten im Jahre 1243 o. 1253 durch den pommerschen Fürst Barnim I. Ab 1292 wurden die Stadtrechte gegen Lübecker Stadtrechte ersetzt, die günstig für die Kaufleute und Handwerker waren. In der Stadt wurden zwei Orden von Johanniten und Augustianer angesiedelt. Es kamen zahlreiche Ansiedler aus Deutschland und Flandern - Stargard wird zum Mitglied der Hansa, die Geschäftsinteressen von Kaufleuten fördert.
Ende XIII. Jh. hat man die Umringung der alten Stadt abgeschafft und man hat begonnen, Ziegel - Steinmauer anzusetzen, die sowohl die damalige Stadt als auch die erbaute Vorstadt umringte. Der Fluss Ina wurde zum wichtigen Verkehrsweg, in dem auf den Barken Getreide und andere Waren aus dem Pyritzer u. Stargarder Boden in die westlichen und Baltikumländer transportiert worden sind. Auf Grund des westfälischen Vertrags ist Stargard seit 1648 unter die Herrschaft von Brandenburg geraten, 9 Jahre später ist durch die Stadt hinter die rückkehrende schwedische Armee der Heerführer Stefan Czarniecki gezogen. Die zweite Hälfte des XVII. und XVIII. Jh. ist die Zeit eines langsamen Abbaues der vernichteten Stadt. Die Wiederbelebung erschwerte ständiger Durchzug von schwedischen, russischen und preußischen Soldaten. Der Wendepunkt für die wirtschaftliche Entwicklung erfolgte seit Mitte des XIX. Jh. Stargard schaffte 1846 die Bahnverbindung mit Szczecin und Berlin, ein paar Jahre später mit Poznañ und Koszalin (Köslin). Ein getrennter Abschnitt der Geschichte ist die Zeit der Zweiten Weltkriegs. Die ganze Industrieproduktion wurde auf den Kriegsbedarf gelenkt. In der Stadt entstand ein großes Lager für Gefangene, sog. Stalag II D, in dem Kriegsgefangene anfänglich nur aus Polen und dann anderer Nationen der Koalition von Hitlergegnern und Italien. Infolge der Kriegseinwirkungen wurde Stargard in 72 % vernichtet und ihre Altstadt ist vollverbrannt.
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